fernsehen heute

30. April 2008

Lesen und Fernsehen - Neil Postman ist tot

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 13:04

> > …ja, aber fernsehen kann jeder.
>
> Ja und, lesen kann auch jeder. Na ja, sagen wir
> mal die meisten.
Jo. Allerdings ist Lesen immer eine forderndere Angelegenheit als
Fernsehen, weil man sich mit dem Gelesenen beschäftigen muß (was
heute immer weniger Leute können oder wollen), anstatt alles
vorgekaut zu kriegen.
Vergleiche zB auch Bücher und deren Verfilmungen: beim Buch stellt
jeder sich die Charaktere und deren Welt anders vor, während der Film
sie festlegt, Phantasie ade.
> Ich finde es ziemlich arrogant und
> dämlich von Postman, auch Bilder und Fotos in einen
> Topf mit Fernsehen zu werfen. Und noch mal zum
> geschriebenen Wort: Auch dieses kann dazu verwendet
> werden Leute zu verführen und dumm zu machen.
> Es kommt ja wohl darauf an, wie man mit einem
> Medium umgeht.
Zustimmung! Trotzdem ist es einfacher, die Verdummung mit Fernsehen
zu erreichen, weil die Chance geringer ist, dass der Konsument sich
ueber das Konsumierte auch ‘nen Kopf macht oder es kritisch
hinterfragt.
> > “Das Bedenkliche am Fernsehen ist nicht, daß es unterhaltsame Themen
> > produziert, sondern, daß es alle Themen als Unterhaltung
> > präsentiert”.
>
> Tja, das ist dann wieder eine dieser pauschalen und nicht
> zutreffenden Aussagen von Neil Postman. Ich kenne durchaus
> einige Themen im Fernsehen, die überhaupt nichts mit
> Unterhaltung zu tun haben, Nachrichten zum Beispiel.
Hm, so sollte es sein! Aber dann guck Dir mal die
Nachrichtensendungen auf den Privatsendern an. RTL2-News sind keine
Nachrichten mehr — es sei denn, Du interessierst Dich täglich
dafuer, was Dieter Bohlen und Co. so gemacht haben. Und die
Öffentlich-Rechtlichen sind auf vielen Gebieten dabei, ähnliche Kurse
zu fahren. (Zum Glück gibt’s noch die Tagesschau! :) )
Grüße,
Ecki

28. April 2008

aber? - Ferkeleien im Privat-Fernsehen

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 12:05

fernsehenbe ebenfalls desöfteren beim Schlachten von Tieren zugeschaut
> (Geschächertes Lamm, Hühner, Kaninchen) oder selber getötet (Hühner,
> Fische und einmal ein Opossum im Dschungel von Guatemala mit Indianer
> zusammen). Im Gegensatz zu Dir habe ich damit kein Problem, ich finde
> das Töten befriedigt sogar einen ganz tiefen Teil in mir. Nein, nicht
> der Sadismus, sondern eher was vergessenes, natürliches. Daher habe
> ich auch kein Problem damit, ab und an Fleisch zu essen.
Meine Historie in Sachen Tiere töten und schlachten ist eine ganz
ähnliche wie dein. Nur brauche ich immer überwindung, das auch
durchzuziehen. Befriedigung jegwelcher Art stellt ich bei mir nie
ein. Es graust mich immer. Das nur als Erklärung für das weitere…
> Ich finde, dass nur Leute Fleisch essen sollten, die auch selber
> Tiere schlachten können oder zumindest dabei zu sehen können.
Wie bitte? Darf nur der Rauchen, der schonmal Krebs von Rauchen
hatte? Darf nur der Autofahren, der schonmal ein Kind angefahren hat
oder sich selbst ins Koma gefahren hat?
Dass die Fleischgewinnung an ethisch-moralischen Standards gemessen
heute höchst zweifelhaft ist, hat überhaupt nichts damit zu tun, wer
Fleisch essen darf und wer nicht. Und es würde übrigens das Problem
in keinster Weise lösen oder entschärfen, noch würden die Anzahl der
Fleischesser abnehmen.
> Und ich finde, dass sich der Fleischkonsum in Grenzen halten sollte,
> damit die Tiere eben nicht industriell gemästet, hin und her
> transportiert werden und so nur unnötig leiden.
Die Nachfrage bestimmt die Produktion. Aber nicht die Art der
Produktion. Es ist durchaus möglich, die bestehenden Nachfrage nach
Fleisch zu decken, mit biologischen, nicht indistruellen Mitteln. Es
ist alles eine Frage des Preises, mehr nicht. Nur hinken die Regeln
für solche Produktionswege weit hinter der Realität hinterher.
> Die EU-Norm sieht
> in Mastbetrieben für jedes Huhn eine Fläche von 450cm

Fleisch - Ferkeleien im Privat-Fernsehen

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 11:01

fernsehenebenfalls desöfteren beim Schlachten von Tieren zugeschaut
(Geschächertes Lamm, Hühner, Kaninchen) oder selber getötet (Hühner,
Fische und einmal ein Opossum im Dschungel von Guatemala mit Indianer
zusammen). Im Gegensatz zu Dir habe ich damit kein Problem, ich finde
das Töten befriedigt sogar einen ganz tiefen Teil in mir. Nein, nicht
der Sadismus, sondern eher was vergessenes, natürliches. Daher habe
ich auch kein Problem damit, ab und an Fleisch zu essen.
Aber:
Ich finde, dass nur Leute Fleisch essen sollten, die auch selber
Tiere schlachten können (die meisten Kantine/McDonalds/Döner-Freaks
gehören da sicher nicht dazu) oder zumindest dabei zu sehen können.
Und ich finde, dass sich der Fleischkonsum in Grenzen halten sollte,
damit die Tiere eben nicht industriell gemästet, hin und her
transportiert werden und so nur unnötig leiden.
Manche gemästeten Schweine sind so fett, die stehen nicht mehr auf
ihren Füssen, sondern liegen auf ihrem Bauch. Manche Schweineställen
haben ein grobes Gitter als “Boden”, damit sie leichter (mit dem
Wasserschlauch)
gereinigt werden können. Die Folge: Die Schweine, die
noch stehen können, tun dies auf blutigen Stumpfen. Die EU-Norm sieht
in Mastbetrieben für jedes Huhn eine Fläche von 450cm

27. April 2008

genauer - Ferkeleien im Privat-Fernsehen

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 20:11

> > Auffällig ist hierbei, dass
> > Fleisch im Gegensatz zu vielen pflanzlichen Produkten (fast) IMMER
> > einer kulturell eingehenden Verabeitung unterliegt, bevor es zum
> > Verzehr kommt,
>
> Ausser bei Obst sieht’s da aber auch bei pflanzlichen Produkten
> recht aehnlich aus: Getreide wird kompliziert zu Brot verarbeitet,
> rohe Kartoffeln tut sich niemand freiwillig an, usw.
>
> Wenn man sich also nur auf unbearbeitete Rohkost beschraenken
> wuerde, kaeme ein recht kompakter Diaetplan zustande, der wohl
> v.a. aus Obst, Karotten (darf man sie schaelen ?), Tomaten, Salat
> ohne Essig und Oel, Milch, und ein paar Nuessen (gilt das
> Oeffnen als “Bearbeiten” ?) bestuende.
>
> Oh, da ja auch Zerkleinern als Bearbeitung gilt, kommen nur
> Sachen in Frage, die man am Stueck schlucken kann :-) Du legst ein schönes Beispiel dar, wie selbstverständlich es
anscheinend ist, zu vergessen, dass der einzige Weg für ein Tier,
seine Nahrung zu zerkleinern, sein Gebiss ist. Und eben Dieses ist
bei uns absolut hoffnungslos degeneriert. Gorillas sind ebenfalls
Vegetarier, besitzen aber ein furchterregendes Gebiss, das jedoch
lediglich zum zerreißen der faserigen Pflanzenteile dient. Unsere
Vorfahren besaßen ebenfalls noch einen ausladenden Unterkiefer und
eine Schädelform, die ausgeprägte Kaumuskulatur erlaubte, womit sie
wahrscheinlich auch Problemlos z.B. Wurzeln zerkleinerten und
zerkauten. Obst und Gemüse am Stück waren überhaupt kein Problem.
(Denk mal an die Zahnpastawerbung mit dem Apfel). Reine Carnivoren
allerdings besitzen einen Kiefer, der sich nicht seitlich verschieben
lässt. Muskelfaserfleisch, kleinere Knochen, Sehnen usw. werden wie
mit einer Schere zerschnitten. Ihnen fehlen die Mahlzähne zum
zerreiben pflanzlicher Nahrung, d.h. ihre Molaren und Prämolaren sind
zu Reißzähnen geformt, was bei der Struktur der Nahrung eben
sinvoller ist. Dazu kommt der pH-Wert des Darms, der bei Carnivoren
wesentlich saurer (ca. 3-3,5) als beim Menschen (5-6) ist, womit sich
Fleisch (u.v.a. Haare usw.)besser verdauen lässt. Ich habe
gelegentlich den Eindruck, der enorme Verzehr von Coca-Cola in den
USA ist ebenfalls eine Art Prothese, die der besseren Verdauung der
Massen an Fleisch dient, welche dort verzehrt werden. Allerdings sind
wir Menschen auch nicht in der Lage Cellulose zu verdauen. Alle
anderen Säugetiere besitzen dazu einen Gährmagen, in dem mit Hilfe
von Symbionten (Bakterien) die Cellulose abgebaut wird (Nagetiere und
Huftiere). Unser Blinddarm ist wahrscheinlich so ein rudimentäres
“Caecum”, wie es Nagetiere besitzen. Ausgeglichen wird dies alles
Heute, wie bereits gesagt, durch die Küche und dem dazugehörigen
Instrumentarium. Ich wollte lediglich sagen, dass wir ursprünglich
wohl keine Fleischfresser waren (in dem Maße, in dem es uns heute
Zugänglich ist)
>
> > Alles in allem ist Fleischverzehr in unserer Zeit ein Frage der
> > Prägung und der Gewohnheit. Es ist im engeren Sinne nicht
> > Lebensnotwenig und das Rauchen aufzugeben ist meiner Erfahrung nach
> > wesentlich schwieriger.
>
> Ziemlich wenig ist im engeren Sinne lebensnotwendig. Dennoch
> waere das Leben ohne diese kleinen Extras recht trist. Daraus,
> dass diverse Exzesse, denen man sich heutzutage mit einer
> gewissen Selbstverstaendlichkeit hingibt, manchmal gravierende
> Nachteile mit sich bringen, zu schliessen, dass nur in
> kompromissloser Askese Hoffnung besteht, halte ich fuer einen
> tragischen Fehlschluss.
>
Vegetarismus bedeutet keine Askese im Sinne des Verzichtes auf
Genuss. Erst als Vegetarier habe ich entdeckt, was alles geht (weil
ich es musste) und was es alles kulinarisches gibt ausser “Fleisch
mit Beilage”. Bei 1,80 hab ich mit 85 kg auch Übergewicht, ganz ohne
Fleisch :) In meinem Fall ist das kleine Extra dann der Nudelauflauf
mit Tomaten-Sahne-Soße und Cheddar-Käse überbacken, oder die
Soja-Burger, die vor Ketchup und Majo nur so triefen.
> Ich muss allerdings zugeben, dass ich gut verstehen kann, wenn
> man in gewissen Regionen lieber auf Fleisch verzichtet. Ich bin
> z.B. vor gut zweieinhalb Jahren nach Argentinien gezogen und
> hab mich an das hiesige Rindfleisch gewoehnt. Seither verzichte
> ich, wenn ich auf Reisen bin, gerne auf den waessrigen
> Industriemuell, der vielerorts als “Fleisch” verkauft wird.
Also meines Wissens nach, kann man auch auf “heimische” Produkte
gerne Verzichten, wenn man weiß, was alles in der Wurst ist. Die
ganzen Fastfoodketten würden ohne Natriumglutamat auch nicht weit
kommen, mit dem, was sie da anbieten.
HR
>
> - Werner

Fleischproduktion - Ferkeleien im Privat-Fernsehen

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 13:01

> Meine Historie in Sachen Tiere töten und schlachten ist eine ganz
> ähnliche wie dein. Nur brauche ich immer überwindung, das auch
> durchzuziehen. Befriedigung jegwelcher Art stellt ich bei mir nie
> ein. Es graust mich immer. Das nur als Erklärung für das weitere…
Überwindung ja. Die erwähnte Befriedigung (klingt schon pervers,
zugegeben :-)), die nichts mit Sadismus zu tun hatte, sondern eher
eine Art Rückbesinnung war, stellte sich auch erst danach ein. Vor
allem als es ans Essen ging (kam mir plötzlich so verdient vor). Für
mich als Stadtmenschen war das eine gute Erfahrung.
> > Ich finde, dass nur Leute Fleisch essen sollten, die auch selber
> > Tiere schlachten können oder zumindest dabei zu sehen können.
>
> Wie bitte? Darf nur der Rauchen, der schonmal Krebs von Rauchen
> hatte? Darf nur der Autofahren, der schonmal ein Kind angefahren hat
> oder sich selbst ins Koma gefahren hat?
Hm, ob das so direkt vergleichbar ist? Aber jeder Raucher hat doch
schon mal Bilder einer verteerten Lunge gesehen, jeder Autofahrer
Bilder von blutenden Kinderleichen vor einem verbeulten Benz-Kühler
(gerade läuft eine Plakatkampagne hier in BaWü). Ich möchte natürlich
niemandem verbieten, Fleisch zu essen (so mit Schlachtungsnachweis
und so ;-)), aber wäre schon dafür, dass das Schlachten als
notwendiger Akt zur Nahrungsbeschaffung, wenn man denn Fleisch essen
möchte, wieder mehr ins Bewußtsein rückt. Zwar nicht im Kontext so
einer gehirnzellentoxischen Sendung wie im Artikel, aber z.B. in
Schulen.
> Und es würde übrigens das Problem
> in keinster Weise lösen oder entschärfen, noch würden die Anzahl der
> Fleischesser abnehmen.
Vielleicht doch. Die meisten Menschen sind z.Z. dank der ganzen
Bubble Gum Pop Welt so zart beseitet, um nicht zu sagen armselige
Weicheier, geworden, dass der Anblick einer Schlachtung vielleicht
den Magen umdrehen würde. Viel entscheidender wäre aber eine
Gesundheitsaufklärung. Viele glauben immer noch, Fleisch sei
besonders gesund, was nicht stimmt. Eher im Gegenteil, betrachtet man
die Produktionsweisen und die verzehrten Mengen (die Dosis macht das
Gift).
> Die Nachfrage bestimmt die Produktion. Aber nicht die Art der
> Produktion. Es ist durchaus möglich, die bestehenden Nachfrage nach
> Fleisch zu decken, mit biologischen, nicht indistruellen Mitteln. Es
> ist alles eine Frage des Preises, mehr nicht. Nur hinken die Regeln
> für solche Produktionswege weit hinter der Realität hinterher.
Richtig.
> > Die EU-Norm sieht
> > in Mastbetrieben für jedes Huhn eine Fläche von 450cm

26. April 2008

richtig - Ferkeleien im Privat-Fernsehen

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 08:07

fernsehenbe ebenfalls desöfteren beim Schlachten von Tieren zugeschaut
> (Geschächertes Lamm, Hühner, Kaninchen) oder selber getötet (Hühner,
> Fische und einmal ein Opossum im Dschungel von Guatemala mit Indianer
> zusammen). Im Gegensatz zu Dir habe ich damit kein Problem, ich finde
> das Töten befriedigt sogar einen ganz tiefen Teil in mir. Nein, nicht
>
der Sadismus, sondern eher was vergessenes, natürliches. Daher habe
> ich auch kein Problem damit, ab und an Fleisch zu essen.
>
Das finde ich auch als Vegetarier völlig in Ordnung. Diese
unterschiedliche Befähigung hat möglicherweise sogar prähistorische
Wurzeln,
denn ob eine Gruppe prähistorischer Menschen zum Überleben
auf das töten von Tieren angewiesen war oder nicht, hing lediglich
von regionalen Faktoren ab, konkret, ob ausreichend pflanzliche
Nahrung vorhanden war oder nicht. Sobald der Nahrungsbedarf mit dem
bloßen Sammeln von Früchten, Wurzeln und Pflanzenteilen gedeckt ist,
wird sich kein Wesen der Mühe und den Gefahren aussetzen, die eine
Jagd mit sich bringt. Das ist in unseren Breitengraden saisonal sogar
bei
Tieren so, die man fälschlicherweise als reine Carnivoren sieht,
welche sich in Zeiten, in den Beeren und andere Früchte im Wald
wachsen, hauptsächlich davon ernähren (z.B. der Fuchs)
HR

25. April 2008

Omnivorie - Ferkeleien im Privat-Fernsehen

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 16:05

fernsehend wie in aller Welt entnimmst du meinem Posting, ich würde unter
> > diesem Komplex leiden? Versteh ich nicht, oder hab ich da was in den
> > falschen Hals bekommen? Eigentlich könnte man sagen, er sei jenen
> > gewidmet, auf die deine Beschreibung zutrifft.
>
>
> Hi!
>
> Es sah für mich so aus, als wenn Du Probleme damit hättest, dass
> Tiere geschlachtet werden (”Dann kommt der Schlachter mit dem
> Bolzenschussgerät”), zudem hast Du Normalköstler/Allesesser als
> Carnivoren bezeichnet, wobei Omnivor die richtige Bezeichnung ist.
Ich persönlich möchte an der Schlachtung von Tieren auch nicht in
irgendeiner Weise beteiligt sein. Ich bin seit 12 Jahren Vegetarier
(nicht Veganer), weil ich der Meinung bin, dass kein Tier sterben
muss, damit ich satt werde. Meine Mutter war Metzgereifachverkäuferin
in einer Metzgerei, die selbst geschlachtet hat, als ich klein war,
und bin auch rein pragmatisch ebenso wie ideologisch wenig begeistert
vom Fleischverzehr, sowie von der Tierschlachtung.
Mir ist als Biologe schon klar, wie die richtige Bezeichnung für
einen Allesfresser lautet, Carnivor betont lediglich die Tatsache das
die angesprochenen Leute Fleisch essen. Ein Omnivor fröhnt nunmal
ebenso der Carnivorie wie der Herbivorie oder Frugivorie. “Reine
Carnivoren” gibt es tatsächlich in der Natur nur sehr wenige. Beim
Menschen macht eine derartige systematische Zuordnung am
allerwenigsten Sinn, da durch die kulturellen Gegebenheiten im Laufe
der Kulturevolution lediglich rudimentäre morphologische oder
physiologische Merkmale übrig geblieben sind, die auf die
ursprüngliche Ernährungsweise deuten. Auffällig ist hierbei, dass
Fleisch im Gegensatz zu vielen pflanzlichen Produkten (fast) IMMER
einer kulturell eingehenden Verabeitung unterliegt, bevor es zum
Verzehr kommt, sei es durch erhitzen oder zerkleinern (Wurst,
Gehacktes), pökeln oder räuchern. In diesem Sinne kann man die Küche
als eine Art Verdauungsprothese bezeichnen, die uns möglicherweise
Omnivorie überhaupt ermöglicht.
Alles in allem ist Fleischverzehr in unserer Zeit ein Frage der
Prägung und der Gewohnheit. Es ist im engeren Sinne nicht
Lebensnotwenig und das Rauchen aufzugeben ist meiner Erfahrung nach
wesentlich schwieriger.
HR

23. April 2008

Ihr Feindbild? - Frischer Wind im Fernsehen

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 17:07

href=”http://mckechneay.org/texte/?p=367″>fernsehenwird uns, den Westen kritisieren, aber die Vorzüge der westlichen
> > Demokratie gleichzeitig genießen wollen, es kann auch gut sein, dass
> > sie im englischsprachigen Teil so aufgedonnert auftritt in dem
> > arabischen aber, in dem berühmten Kartoffelsack mit Schlitzen,
> > genannt Burka, auftritt.
>
> Und was willst Du uns nun damit sagen? Dass der Papst oder George W.
> Frauenrechtler sind?
Neee das habe ich nicht gesagt.
> Würdest Du auch nur eine einzige moderne arabische Frau kennen,
> schriebest Du nicht ein solchen Unfug. Da gibt es tagtäglich Streit,
> beim Einparken, beim Einkaufen, beim Arbeiten. Und diese Frauen
> setzen sich auch durch, solange sich nur der Westen nicht mit
> Waffengewalt laufend wie der Elefant im Porzellanladen verhält und
> damit perfekte Feindbilder für alle Kleingeister mit
> mittelalterlichem Weltbild schafft.
Ach so, die Berichte der ai sind also alles nur Propaganda der
Kreuzfahrer.
> Es ist aber schön, dass Dir der Kartoffelsack mit Schlitzen gefällt,
> denn der religiöse Fundamentalismus ist auch im Westen groß im
> kommen. Ich bin sehr gespannt, wie jene Generation Dich begeistert,
> die gerade von Opus Dei

Re: gruppen - c’t im Fernsehen: com.p@ss berichtet übe…

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 02:05

fernsehenr habe ich momentan das gefühl das sich die c’t-redaktion
> immer
> häufiger zu solchen reakionen hingezogen fühlt.
Was für Reaktionen meinst Du?
Gegenüber früher ist einfach die Menge der von uns im Ticker
veröffentlichten News enorm gewachsen. Es sind jetzt auch weitaus mehr
Kollegen als früher damit beschäftigt, News zu recherchieren und
Meldungen zu schreiben. Bitte beachte auch, dass der Heise-Ticker nicht
deckungsgleich mit der c’t ist. Im Ticker hat prinzipiell alles ein
Daseinsrecht, was irgendwie mit Computern zusammenhängt und
irgendjemand unter den Websurfern interessieren könnte. Immerhin
bezahlt man ja auch nichts für das Lesen des Tickers. Dass sie Inhalte
grundsätzlich schlechter oder oberflächlicher geworden seien, ist, wie
ich glaube, ein Fehleindruck. Es ist halt mengenmäßig viel mehr als
früher, und daher ist auch immer öfter was dabei, was den einen oder
anderen eben nicht so interessiert.
> Na klar wenn die compass einen c’t arikel bringt sollte das auch im
> heise ticker beworben werden
Bei der wöchentlichen com.p@ss-Sendung arbeitet der hr mit uns
zusammen. Ein Teil dieser Zusammanrbeit besteht auch darin, dass wir
die Erstausstrahlungen einen Tag vorher im Ticker ankündigen. Da hier
Platz ist, nutze ich die Gelegenheit dazu, das Thema der betreffenden
Sendung kurz “anzufietschern”, um den Inhalt besser vorstellbar zu
machen. Das ist IMHO keine Werbung. Ebensowenig bringen wir
“Fremdwerbung”,
wie ein Forumsteilnehmer postete. Wir haben noch nie
einen Pfennig von irgend einem Hersteller oder Anbieter dafür gekriegt,
dass wir irgend etwas im Ticker oder auch im Heft schreiben oder
weglassen. Wir schreiben über etwas positiv, wenn es uns persönlich
beeindruckt, sonst nicht.
> nachricht das man im internet gerne beschissen wird ist nicht neu !
Für Dich vielleicht nicht, dann freu Dich. Offenbar scheinen aber doch
genug Onliner auf Tricks hereinzufallen, die man in klassischen
Printmedien bereits für alte Hüte halten muss. Wie auch immer: Das
Thema der Sendung haben nicht wir uns ausgedacht, sondern die
com.p@ss-Redaktion beim hr, und die hielten es wohl für wichtig und
aktuell genug. Meine News-Meldung sollte auf die Sendung hinweisen und
ihr Thema transparent machen - nicht mehr und nicht weniger. Und das
werde ich wohl auch nächsten Freitag wieder machen, und den Freitag
danach, und dann wieder - bis meine Tippfinger brechen. Die Überschrift
warnt ja jeden vor, der sich fürs Fernsehen nicht interessiert… ;-) Alles Grüne und ein schönes Wochenende,
Peter Schmitz, c’t

22. April 2008

Folgendes - Frischer Wind im Fernsehen

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 11:03

fernsehen………
> > Schon bezeichnend, dass immer oberflächlich schwammige Ressentiments
> > geschürt werden, wo man eigentlich vorgibt, ernsthafte Probleme
> > ansprechen zu wollen. Die gibt es ja tatsächlich. Aber eben nicht so
> > ubiquitär, wie es manche gerne haben wollen.
> ………
Die Ressentiments kennen sie ja alle.
Also geht es wohl um die ernsthaften Probleme. Die Grenze liegt
mindestens dort, wo religiöse Praktiken gegen das Grundgesetz
verstoßen. Kulturelle Abschottung ist ebenso problematisch. Das heißt
nicht, dass es keine Räume in der Gesellschaft geben darf, in der
kulturell unterschiedlich, aber mit dem Grundgesetz vereinbar gelebt
werden darf. Jedoch muss sich der zu dieser Kultur zugehörige ebenso
in der hiesigen Öffentlichkeit kulturell bewegen können, d.h. er
muss mindestens die Sprache beherrschen und verschiedene
Umgangsformen respektieren und tolerieren, sprich er muss an der
allgemeinen Gesellschaft teilnehmen können.
An etwas derartigem, wie einer christlichen Leitkultur habe ich
persönlich kein Interesse. Absolute Gewaltfreiheit und Toleranz
können als oberstes Gebot für das Verhalten in Öffentlichkeit, wie im
Privatleben für Bürger dieses Staates stehen. Ansonsten ist es mir
völlig gleich, welche sonstigen Gewohnheiten und Ansichten über die
Welt oder irgendetwas darüber hinaus ausgelebt wird.

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