fernsehen heute

27. April 2008

Fleischproduktion - Ferkeleien im Privat-Fernsehen

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 13:01

> Meine Historie in Sachen Tiere töten und schlachten ist eine ganz
> ähnliche wie dein. Nur brauche ich immer überwindung, das auch
> durchzuziehen. Befriedigung jegwelcher Art stellt ich bei mir nie
> ein. Es graust mich immer. Das nur als Erklärung für das weitere…
Überwindung ja. Die erwähnte Befriedigung (klingt schon pervers,
zugegeben :-)), die nichts mit Sadismus zu tun hatte, sondern eher
eine Art Rückbesinnung war, stellte sich auch erst danach ein. Vor
allem als es ans Essen ging (kam mir plötzlich so verdient vor). Für
mich als Stadtmenschen war das eine gute Erfahrung.
> > Ich finde, dass nur Leute Fleisch essen sollten, die auch selber
> > Tiere schlachten können oder zumindest dabei zu sehen können.
>
> Wie bitte? Darf nur der Rauchen, der schonmal Krebs von Rauchen
> hatte? Darf nur der Autofahren, der schonmal ein Kind angefahren hat
> oder sich selbst ins Koma gefahren hat?
Hm, ob das so direkt vergleichbar ist? Aber jeder Raucher hat doch
schon mal Bilder einer verteerten Lunge gesehen, jeder Autofahrer
Bilder von blutenden Kinderleichen vor einem verbeulten Benz-Kühler
(gerade läuft eine Plakatkampagne hier in BaWü). Ich möchte natürlich
niemandem verbieten, Fleisch zu essen (so mit Schlachtungsnachweis
und so ;-)), aber wäre schon dafür, dass das Schlachten als
notwendiger Akt zur Nahrungsbeschaffung, wenn man denn Fleisch essen
möchte, wieder mehr ins Bewußtsein rückt. Zwar nicht im Kontext so
einer gehirnzellentoxischen Sendung wie im Artikel, aber z.B. in
Schulen.
> Und es würde übrigens das Problem
> in keinster Weise lösen oder entschärfen, noch würden die Anzahl der
> Fleischesser abnehmen.
Vielleicht doch. Die meisten Menschen sind z.Z. dank der ganzen
Bubble Gum Pop Welt so zart beseitet, um nicht zu sagen armselige
Weicheier, geworden, dass der Anblick einer Schlachtung vielleicht
den Magen umdrehen würde. Viel entscheidender wäre aber eine
Gesundheitsaufklärung. Viele glauben immer noch, Fleisch sei
besonders gesund, was nicht stimmt. Eher im Gegenteil, betrachtet man
die Produktionsweisen und die verzehrten Mengen (die Dosis macht das
Gift).
> Die Nachfrage bestimmt die Produktion. Aber nicht die Art der
> Produktion. Es ist durchaus möglich, die bestehenden Nachfrage nach
> Fleisch zu decken, mit biologischen, nicht indistruellen Mitteln. Es
> ist alles eine Frage des Preises, mehr nicht. Nur hinken die Regeln
> für solche Produktionswege weit hinter der Realität hinterher.
Richtig.
> > Die EU-Norm sieht
> > in Mastbetrieben für jedes Huhn eine Fläche von 450cm

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