fernsehen heute

29. Mai 2008

DVB-T ja, aber… - Erfolgsgeschichte digitales Fernsehen

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 00:04

fernsehenich vorneweg zu setzen. Auf DVB-T möchte ich, trotz
zwangsweise Kabelanbindung, nicht mehr verzichten.
Bildqualität, auch wenn es mal kurzfristig zu Klötzchen kommen kann,
deutlich besser wie beim unscharfen und rauschenden Kabel (beziehe
mich jetzt nur auf Wiesbaden) vor allem, häufig gibt es bei den ÖRs
auch echtes 16:9. Und beim Ton ist Dolby Digital, 5.1 über den 5.1
Verstärker etc. um Welten besser, als als das Prologic-Signal welches
immer mal wieder auf Mono zusammensackt. Ja, ich weiss, bei DVDs ist
die Bandbreite und Dynamic noch viel besser. Aber hier geht es um den
Vergleich Analog-Antenne, Kabel oder DVB-T.
Auch hat Wiesbaden immer mal wieder Probleme, dass ein Senderpaket in
schlechterer Qualität ausgestrahlt wird, aber das sehe ich als
Kinderkrankheiten in der Region.
Mit den Möglichkeiten eines Siemens Gigasets, angehängter USB-Platte
und Netzwerkanschluss ist man gut bedient. Denn obige Vorzüge kommen
in der Hauptsache bei Spielfilmen (meisst auf den Privaten oder
ARD/ZDF) oder bei Musiksendungen zum Zuge. Für N24, CNN oder andere
Nachrichtenkanäle reicht Kabelqualität. Nachrichtensprecher, Beiträge
über Flugzeugabstürze oder Veranstaltungen gewinnen kaum an der
besseren Ton oder Bildqualität.
Aber für die grosse schweigende Mehrheit der Medienbanausen (dies ist
jetzt nicht abwertend gemeint) die im TV gerade mal die Tagesschau,
den Katholikentag oder Volksmusikhitparade ansehen ist es eine
eindeutige Qualitätsenschränkung. Bisher kamen diese Menschen mit
einem TV und einer Fernbedinung evtl. noch einem Videorekorder klar.
Heute benötigen sie eine (zwei) zusätzliche Bläckbox und haben zwei
(drei) RCs auf dem Tisch liegen. Mit der Koordination und Bedinung
gibt es viele, nicht nur alte, die Probleme haben. Und wer auf die
“werbeverseuchten” Sex-Sender mit BigBrother schon verzichtete als
sie noch analog über Antenne ausgestrahlt wurden, wird auch bei DVB-T
mit 20 Sendern nur die ersten 3 Programme, ARD, ZDF und HR3 ansehen,
allerdings fluchen, wenn versehentlich mal wieder die Spots mit der
besten Digi-Kamera oder dem Küchenhobel für wenig Geld erscheint. Und
mit dem TV in der Ecke des Wohnzimmers kommen auch die Vorzüge des
Digitalen Tones nicht zu Geltung, im Gegenteil, die
Zweikanalton-Umschaltung am TV funktioniert nicht mehr bei jedem
Gerät. Und nichts ist unangenehmer, wenn der Ton für Sehbehinderte
immer mitläuft.
Ein Anamorphes Bild macht sich auf einem normalen 4:3-TV auch nicht
besonders gut. Schlimm, wenn die alte Dame dann nicht weiss, wie sie
dies auf “normale” Darstellung umstellen kann. Die Anleitungen der
Boxen sind ja nicht unbedingt Laien-gerecht. Beim Gassigehen musste
ich schon einigen älteren Nachbarn unter die Arme greifen. Denn auf
den Fachhandel ist leider nur bedingt Verlass. Und der Wiederholte
Besuch um klarzumachen, dass man das Bild nur über AV am TV erhät und
HR3 jetzt nicht mehr auf der Sendertaste 3 sonder 5 liegt,
Zweikanalton bei dem 99 Euro-Empfänger (Preis vom letzten Herbst)
nicht möglich ist, befriedigt auch nicht besonders. Da hätte es auch
ein 45Euro-Gerät von Aldi getan.
Man sieht, es gibt Licht und Schatten. Die Leidtragenden sind die
grosse schweigende Mehrheit, Vorteile haben nur die wenigen
Technikverliebten bei denen das Wohnzimmer Heimkinogerecht
eingerichtet wird. In einem Forum wie hier, dürfte jedoch letztere
Minderheit die Mehrheit sein.
www.speedteamduo.de

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare.

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI

Einen Kommentar hinterlassen

You must be logged in to post a comment.

Powered by WordPress